DIY Natürliches Wimpern-Serum

Sourc: www.emmadarvick.com

Wimpern. Ein leidiges Thema finde ich. Zu wenige, zu kurz, zu gerade- nichts können sie! Natürlich kann man sich mit diversen Hilfsmitteln wie der richtigen Mascara und Wimpernzange (nach wie vor gruselig!), aufgeklebten Falsies, einer Wimpernwelle oder gar dauerhaften Lash Extensions aushelfen und natüüürlich habe ich auch all das schon ausprobiert. Und es funktioniert auch. Aber es ist anstrengend, aufwendig, teuer und überhaupt! Alles, was ich will, ist ein Augenaufschlag, der eines Victoria’s-Secret-Engels würdig wäre- ist das denn zu viel verlangt?

Aber siehe da: Die Beauty-Industrie hat die passende Lösung für all unsere Wimpern-Dilemma! Das Wimpernserum. Täglich auftragen und eure Wimpern explodieren förmlich in alle Richtungen. Jeder wird sich fragen: Sind die echt? Das klingt erst mal absurd, denn was zum Teufel soll da bloß drin sein, dass unsere Wimpern sprießen lässt wie Unkraut? Noch viel verrückter finde ich allerdings, dass es tatsächlich zu funktionieren scheint. Mehr und mehr Vorher-Nachher-Bilder tauchen aus der Blogosphäre auf und die Ergebnisse sind tatsächlich beeindruckend.

Mein erster Gedanke dazu war natürlich ganz klar: DAS MUSS ICH HABEN! Doch der zweite folgte auf dem Fuße: Was zur Hölle kann bitte dafür sorgen, dass meine Wimpern schneller und länger wachsen? Und was sagt überhaupt Codecheck dazu?

Codecheck ist eine App, mit der man ganz einfach die Inhaltsstoffe von unterschiedlichsten Produkten überprüfen kann. Entweder den Strichcode scannen oder manuell nach dem gewünschten Produkt suchen und Codecheck gibt eine grobe Einschätzung zu den Inhaltsstoffen. Von Grün (Unbedenklich) bis Rot (Sehr bedenklich) werden die Inhaltsstoffe je nach Einschätzung von Codecheck und der Europäischen Kommission eingeordnet. Alle Wimpernseren, die ich so überprüft habe, enthalten- wer hätte es gedacht- rot markierte Inhaltsstoffe. Und mal ehrlich Ladies, da kann es auch einfach nicht mit rechten Dingen zugehen. Manche Dinge klingen einfach zu gut um wahr oder gesund zu sein. Und bevor wir uns schädliche Substanzen auf die Augen schmieren nur um den Victoria’s-Secret-Augenaufschlag zu bekommen, zeige ich euch lieber mein selbstgemachtes „Wimpernserum“!

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Nach kurzer Pinterest-Recherche hatte ich einige Rezepte gefunden und aus eben diesen mein eigenes Wimpernserum gemacht. Der Sinn dieses Wimperserums ist allerdings nicht, euch mehr Wimpern wachsen zu lassen. Aber ähnlich wie mit unseren Haaren auf dem Kopf, die wir pflegen bis zum Umfallen (ich gebe zu, dass es sich da auch bei mir eher um Phasen als ein striktes Regime handelt…), dachte ich mir, kann unseren Wimpern ein bisschen Pflege auch nicht schaden. Dieses Serum ist also eher als eine Art Conditioner zu verstehen, der eure Wimpern stärken und pflegen soll. Ich benutze ihn übrigens auch für meine Augenbrauen, denn spätestens seit Cara Delevingne wissen wir, wohin wir mit den Dingern streben! Nun aber zum Rezept:

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Ihr braucht Rizinusöl (das bekommt ihr hier), Arganöl (hier) und Vitamin E (und hier). Die meisten Rezepte, die ich gefunden habe, enthielten auch Aloe Vera Saft. Ich hatte mir auch diesen gekauft (gibt es u.A. bei Rossmann) und ihn zum Glück auf meinem zarten Gesicht getestet, welches sogleich ganz überschwänglich darauf reagierte. Fazit: Wenn ihr Aloe Vera in eurem Wimpern-Conditioner haben möchtet, bestellt bzw. kauft euch 100%igen Aloe Vera Saft (oder Gel; z.B. hier), am besten Bio. Meiner enthielt diverse Konservierungsmittel und Säuren, wie ich später feststellen musste. Grundsätzlich ist vorheriges Testen am Körper empfehlenswert bevor ihr euch Kosmetik selbst anmischt. Naja jedenfalls, you’re welcome. 😉

Nun aber zu den Zutaten:

Rizinusöl: Pflegt und stärkt Haare, Wimpern und Brauen, soll sie widerstandsfähiger machen und glänzen lassen. Auch für die Haut super- gerade bei gereizter Haut, Narbenbildung usw. Allerdings: Rizinusöl wird auch als Abführmittel und Wehencocktail eingesetzt. Schwangeren Frauen würde ich deshalb auch von der äußerlichen Anwendung von Rizinusöl abraten.

Arganöl: Enthält viel Vitamin E sowie ungesättigte Fettsäuren und soll Haut und Haare schützen und pflegen. Das Haar soll an Elastizität gewinnen und vitaler werden. Auch hier der Tipp: Super für gereizte oder (sonnen)verbrannte Haut, bei Narbenbildung oder Dehnungsstreifen!

Vitamin E: Neben den pflegenden und heilenden Eigenschaften, wird Vitamin E in der Kosmetik vor allem eingesetzt um das Ranzigwerden von Ölen zu vermeiden und diese natürlich zu konservieren. Dank Vitamin E bleibt euer Wimpernserum also länger haltbar.

(Aloe Vera: Pflegt, schützt und regeneriert)

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Das Rezept:

Zuerst solltet ihr euch einen Behälter für euer Wimpernserum suchen. Ich habe mich für eine alte Mini-Mascara entschieden, die ich mal zum Test erhalten hatte. Es folgten 15 Minuten das akribischen Auswaschens über dem Waschbecken bis sämtliche Mascarareste das Behältnis verlassen hatten. Falls es euch interessiert: Ich habe das Fläschchen mithilfe von Babyshampoo, dem Mascarabürstchen, warmem Wasser und schlussendlich diversen Wattestäbchen gespült was das Zeug hält und mit viel Geduld ein sauberes Gefäß erhalten. Alternativ könntet ihr auch ein kleines Glasgefäß (z.B. hier) und ein separates Wimpernbürstchen (hier) benutzen (das ihr immer gut reinigt nach der Anwendung). Grundsätzlich eignen sich Glasgefäße eigentlich besser zur Aufbewahrung von Ölen. Ich bin allerdings ein unglaubliches Faultier und versuche, sofern möglich, jeden extra Schritt in meiner Pflegeroutine zu vermeiden. Deshalb: Gefäß und Bürstchen in einem = Jackpot!

Wenn ihr nun euer sauberes Aufbewahrungsgefäß habt, geht es ans Mischen. Schnappt euch eine saubere kleine Tasse oder Schüssel und, wenn ihr habt, eine Pipette. Falls nicht, tut es auch ein Löffel und ein ruhiges Händchen.

Zuerst mischt ihr Arganöl und Rizinusöl zu gleichen Teilen. Wieviel ihr nehmt, hängt natürlich zum einen von der Größe eures Gefäßes ab und zum Anderen von der Menge, die ihr herstellen möchtet. Ich würde euch immer dazu raten, klein anzufangen. Testet eurer Wimpernserum erst mal mit einer kleinen Menge und schaut, wie es euch gefällt. Solltet ihr nicht happy sein mit dem Ergebnis, habt ihr so nicht viel Produkt verschwendet und könnt eure Öle für weitere, bessere Kosmetik-DIYs nutzen.

Nun kommt das Vitamin E zum Einsatz. Theoretisch sollte dieses 2% eurer Endmischung ausmachen. Aber bei den kleinen Mengen, mit denen wir hier arbeiten, war es mir ehrlich gesagt zu anstrengend, das abzumessen. Gebt einfach ein paar Tropfen hinzu und gut is!

Die Mischung gut umrühren und dann vorsichtig mit der Pipette oder einem kleinen Löffel in euer Gefäß geben. Das Serum sollte trocken, dunkel und nicht zu warm gelagert werden und sich für ca. 6 Monate halten. Grundsätzlich gilt aber: Wenn sich der Geruch oder die Konsistenz eines Kosmetikproduktes verändern, weg damit! Die einzige mir bekannte Ausnahme stellen hier Produkte mit hohem Kokosöl-Anteil dar, da dieses sehr temperaturempfindlich ist und seine Konsistenz dementsprechend verändert (auf unbedenkliche Art und Weise).

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Ich teste das Serum jetzt seit ca. 2 Wochen, also zu kurz um ein Fazit abzugeben. Ich werde euch allerdings updaten, sobald ich mehr dazu berichten kann und freue mich bis dahin auf euer Feedback! Habt ihr schon solche Wimpernseren getestet? Wenn ja, welche? Oder seid ihr, so wie ich, auch eher auf dem Naturkosmetik-Pfad unterwegs und habt eure eigenen Rezepte?

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Comments

  • Sarah

    Written on 26/01/2017

    Antworten

    Ich habe noch nie ein Wimpernserum benutzt und eigentlich auch nie darüber nachgedacht. Wenn es aber so leicht selbst zu machen ist, könnte ich es doch mal probieren. Ich bin also definitiv auf deine Erfahrung damit gespannt.

  • Linda

    Written on 28/01/2017

    Antworten

    Über ein Review würde ich mich sehr freuen 🙂 Habe noch nie sowas benutzt, wenn deine Variante aber tatsächlich Wunder wirken sollte, dann würde ich mir sowas evtl. selber mixen und testen.

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