Maniküre zu Hause? | Tools & 3 DIYs

DIY Maniküre für zu Hause

Wie oft habt ihr euch schon eure Nägel angeschaut und gedacht, dass ihr dringend mal wieder zur Maniküre müsstet?
Ich mache das ständig! Zur Maniküre gehe ich aber meist trotzdem nicht. Die Gründe dafür reichen von „Dafür geb ich doch kein Geld aus- das kann ich auch selbst!“ über „Ich hab‘ einfach keine Zeit für sowas!“ bis hinzu „Ich steh einfach nicht auf Maniküre.“. Und Letzteres ist tatsächlich wahr! Während ich es natürlich genieße schön manikürte Fingernägel zu haben, kann ich dem Vorgang als solches wirklich überhaupt nichts abgewinnen und finde es regelrecht unangenehm, was da mit meinen Händen und Nägeln angestellt wird.

Kurzum: Es musste eine DIY-Lösung her! Über Nägel Kürzen, Lackieren und gelegentliches Eincremen ging meine Maniküre-Routine bisher allerdings nur selten hinaus. Nach einer kurzen Pinterest-Recherche bin ich daher erst mal einkaufen gegangen um mir die empfohlenen Tools zu besorgen, habe meinen Kosmetik-Schrank geplündert und ein paar Maniküre-DIYs ausgetüftelt.

Was ich für meine erste DIY-Maniküre benutzt habe, wie ich vorgegangen bin und was ich euch an Tipps mit auf den Weg geben kann, erfahrt ihr im heutigen Post. Dazu gibt es natürlich ein paar Vorher-Nachher-Fotos, wobei ich für meine Nägel auf den Vorher-Bildern echt ein gruseliges Stadium provoziert habe um euch den Effekt verdeutlichen zu können. You’re welcome 😀

DIY Maniküre Vorher-Bild DIY Maniküre Vorher Bild

So sehen meine Nägel also aus, wenn man sie für ein paar Wochen sich selbst überlässt. Charming. Umso mehr Gründe für eine regelmäßige Maniküre-Routine!
Wie ihr seht, habe ich nicht großartig mit Verfärbungen zu kämpfen (Unterlack, Ladies!). Meine Problemzonen sind eher trockene und eingerissene Nagelhaut, splitternde Nägel und die grundsätzliche Form. Normalerweise kürze ich meine Nägel alle 1-2 Wochen mit einem Nagelknipser und feile sie etwas in Form. Ansonsten wird nach Bedarf lackiert und das war’s.

Bevor es losgeht, würde ich euch empfehlen, dass ihr eure Maniküre als Zeit für euch einplant. Macht es euch schön! Macht euch einen Tee oder etwas anderes Leckeres, schnappt euch ein gutes Magazin oder Buch, macht euch etwas Musik an, oder nehmt euch eine meiner Watch.Read.Listen.-Empfehlungen– set the scene! Wenn man sich schon die Zeit nimmt, seine eigene Maniküre zu machen, darf es sich ruhig etwas nach Spa und Dekadenz anfühlen oder? Viel zu selten nehmen wir uns Zeit für uns ganz allein und tun uns etwas Gutes.

Nachdem ich diesen tollen Blogpost von Liebesbotschaft gelesen hatte, fühlt ich mich darüber hinaus noch inspiriert, mein Handy, iPad und den Laptop aus der Maniküre-Zone zu verbannen und die Zeit ganz für mich und ohne Ablenkungen zu genießen.

DIY Maniküre The EssentialsDIY Maniküre The Tools

Zu den Tools:
1| Ein Handtuch. Essentiell: Zum Unterlegen, wenn ihr euch die Nägel feilt, zum Abtrocknen nach dem Handbad, und und und. 2| Ein Nagelknipser. Selbsterklärend, denke ich. 3| Eine Glasnagelfeile. Von DM und ziemlich cool. 4| Ein Nagelhautschieber. Ebenfalls von DM, allerdings nicht so cool, dazu später mehr. 5| Eine Nagelhautzange von DM. Mega. 6| Ein Buffer. Auch dieser von DM, aber eher so meh.

Was die Vorgehensweise und vor allem die Reihenfolge der einzelnen Steps angeht, war sich die Pinterest-Welt uneins. Daher hab‘ ich das ganz frei nach gusto entschieden und ihr dürft mich gern in den Kommentaren korrigieren, falls ich grobe Fehler begangen habe! 🙂 Here we go:

Maniküre in 9 Schritten

1| Nagellack entfernen, falls ihr noch welchen tragt

Wenn möglich, solltet ihr hier versuchen, auf einen möglichst sanften und vor allem acetonfreien Nagellackentferner zurückzugreifen. Aceton trocknet eure Haut und Nägel stark aus und ist in den meisten Fällen auch wirklich nicht nötig um normalen Nagellack zu entfernen.

2| Nägel mit dem Nagelknipser auf die gewünschte Länge kürzen und in Form feilen

Ich habe hier zum Feilen zum ersten Mal (zumindest bewusst) eine Glasnagelfeile verwendet und ich muss ehrlich sagen: Das Teil ist mega! Ihr bekommt ein viel cleaneres Ergebnis und der ganze Vorgang des Feilens ist irgendwie viel sanfter, effektiver und angenehmer, probiert’s mal aus!
Gelesen hatte ich, dass Glasfeilen grundsätzlich schonender feilen, eine glattere Nagelkante liefern und die Nägel nicht so sehr dazu neigen zu splittern. Ein weiterer Vorteil: Ihr könnt die Glasnagelfeile einfach mit Wasser reinigen!

Ich habe mir diesmal sogar die Zeit genommen, immer nur in eine Richtung zu feilen. Ehrlich gesagt kann ich nicht behaupten, dadurch einen Unterschied gespürt zu haben. Aber who knows, vielleicht bringt es etwas auf lange Sicht und da ich die Zeit hatte… 😉

3| Nageloberfläche buffern um gesplitterte Stellen und Unebenheiten auszugleichen

Hier habe ich keine besondere Technik angewendet und auch nicht strikt in eine Richtung poliert sondern einfach wild darauf los gebuffert bis alles glatt war („Step 3: Polieren“ auf dem DM-Buffer).
Wie oben bereits angedeutet, bin ich mit dem Buffer von DM nicht sonderlich happy gewesen. Er hat zwar seinen Job erledigt und ich konnte meine Nageloberflächen damit ordentlich glätten, aber er ist nach der ersten Maniküre bereits super abgenutzt. Die meisten Kanten, die ich benutzt habe um auch die Seiten der Nägel zu erreichen, sind schon total abgenutzt und haben kaum noch Körnung. Von diesem Tool bin ich daher eher enttäuscht und werde mir vermutlich solche hier zulegen für die nächste Maniküre-Session.

4| Zeit für ein Handbad um die Nagelhaut schön weich zu machen.

DIY Maniküre Handbad und Fußbad
Und damit sind wir auch schon bei unserem ersten DIY angelangt: Dem entspannenden DIY Hand&Fußbad! Dazu braucht ihr nur zwei Zutaten, warmes Wasser und eine Schüssel oder Schale.
Zuerst gebt ihr eine Hand voll Totes Meer Salz (hier oder bei Rossmann/DM für 1-2€) in eure Schüssel, dann fügt ihr ein paar Tropfen (5-10, je nach gewünschter Intensität) ätherisches Lavendelöl hinzu und gießt das ganze mit warmem Wasser auf. Die Temperatur des Wassers solltet ihr dabei so wählen, dass sie für euch angenehm und entspannend ist.

DIY Maniküre Totes Meer Salz DIY Maniküre Handbad

DIY Maniküre Handbad

Ich bin übrigens Hand für Hand vorgegangen. Das macht es einfacher für euch und lässt euch immer eine Hand zum „Maniküren“/Tee trinken/Magazin umblättern. 🙂
Lasst eure Hand am besten für ca. 5 Minuten einweichen. Das sollte reichen um eure Nagelhaut schön weich zu machen, ohne eure Hände wie Rosinen aussehen zu lassen.

5| Das DIY Hand&Fußpeeling

DIY Maniküre HandpeelingFür welche Ölbasis ihr euch hier entscheidet, ist ganz euch überlassen. Tolle Alternativen zum Olivenöl sind Kokosöl, Mandelöl, Jojobaöl, Traubenkernöl oder auch Aprikosenkernöl. Pro Hand solltet ihr ca. einen Esslöffel Zucker mit 1-2 Esslöffeln eures Öls vermengen.
Verteilt nun das Peeling auf eurer frisch eingeweichten Hand und konzentriert euch dabei vor allem auf die Nagelhaut und andere trockene Hautstellen. Zum Abwaschen des Zucker-Öl-Peelings, könnt ihr nun das gleiche Wasser benutzen, in dem ihr euer Handbad gemacht habt. Abschließend mit dem Handtuch trocken tupfen und dann geht es auf zum nächsten Schritt!

6| Nagelhaut zurückschieben

Nun wird es etwas tricky: Der Nagelhautschieber von DM ist aus Kunststoff und der tatsächliche „Schieber“ sogar aus Gummi, was ihn nicht wirklich stabil genug macht um so richtig ‚was auszurichten. Ich hatte daher etwas Schwierigkeiten beim Zurückschieben der Nagelhaut und habe vor lauter Frust zur anderen Seite gegriffen um die überstehende Nagelhaut schlichtweg zu entfernen. DAVON WÜRDE ICH EUCH DEFINITIV ABRATEN! A) könnt ihr euch dabei sehr schnell verletzen (hab ich- aua!!) und eine Infektion des Nagelbetts provozieren oder auch einfach nur die Nagelhaut einreißen und es sieht schlimmer aus als vorher. Und B) hat eure Nagelhaut ja eigentlich auch eine Schutzfunktion und sollte nicht weggeschnitten werden.
Am besten besorgt ihr euch also so einen Nagelhautschieber aus Edelstahl. Der ist stabiler, hygienischer und kostet bloß 2-3€ mehr als der von DM. Damit schiebt ihr dann ganz vorsichtig die weiche Nagelhaut zurück in Richtung Nagelbett.

7| Eingerissene Nagelhaut (und ggf. Hornhaut) mit der Nagelhautzange entfernen

Nun könnt ihr im vorletzten Schritt eurer DIY Maniküre mit einer Nagelhautzange eventuell eingerissene oder an den Seiten abstehende Nagelhaut wegschneiden. Auch Hornhaut, die sich manchmal an den seitlichen Kanten oben am Nagel bildet, könnt ihr so entfernen.
Auch hier solltet ihr sehr vorsichtig sein und nicht zu nah an eurer gesunden und intakten Haut schneiden. Ich finde aber, dass man hier schnell den Dreh raus hat und spürt, wo man schneiden kann und „was weg kann“! 😀 Eine Nagelhautzange aus Edelstahl bekommt ihr zum Beispiel hier.

8| DIY Nagelöl

DIY Maniküre Nagelöl

Nachdem ihr eure Nägel auf das cleanste Bare Minimum heruntergefeilt, geschnitten, geschoben und gezwickt habt, ist wieder Pflege angesagt. Mein DIY Nagelöl aus Arganöl und ätherischem Zitronenöl ist dafür genau das Richtige!

Ein paar Tropfen Arganöl und 1-2 Tropfen Zitronenöl reichen hier völlig aus. Vermischt die Öle am besten in einem kleinen Schälchen und tragt die Mischung mit den Fingerspitzen direkt auf eure Nagelbetten auf. Nehmt euch ruhig etwas Zeit zum Einmassieren des Nagelöls. Durch die Wärme kann das Öl noch besser wirken und einziehen, macht eure Maniküre noch effektiver und entspannt euch und eure Hände noch dazu.

Während euer Nagelöl einzieht, ist die zweite Hand dran! Beginnt nun für Hand Nummer 2 wieder bei Schritt 4 und weicht sie im DIY Lavendel-Handbad ein- setzt am besten ein neues an, damit die Wassertemperatur auch schön warm und entspannend ist. Folgt anschließend den weiteren Schritten bis auch eure zweite Hand mit Nagelöl versorgt ist.

DIY Maniküre Nagelöl einmassieren

Zeit für den ersten Vorher-Nachher-Check:

DIY Maniküre vorher nachherDIY Maniküre Nachher

Ich finde man sieht schon einen starken Unterschied, was meint ihr?
Die Nagelhaut ist nicht mehr sichtbar und die Haut um die Nägel herum sieht sehr viel weicher, glatter und gepflegter aus. Die Nägel haben wieder eine einheitliche Form und sehen sehr viel ebenmäßiger aus. Was ihr auf den Bildern nicht sehen könnt: Meine Hände sind weich wie ein Babypopo!

9| Letzer Maniküre-Schritt: Lackieren

DIY Maniküre Nagellacke

Nun geht es ans Lackieren der Nägel. Leider kann ich euch hier nicht wirklich die super Tipps bzgl. Nagellack geben, da ich selbst nie so richtig zufrieden bin. Ich habe einfach mit dem gearbeitet, was ich da hatte und das Ergebnis kann sich trotzdem sehen lassen, finde ich.

Angefangen habe ich mit einem reparierenden Unterlack von Anny, den ich mal aufgrund einer Flugverspätung am Züricher Flughafen gekauft habe (Zeit, Duty Free Shops & Müdigkeit sind einfach keine gute Kombi für mich). Der Unterlack ist ok, wirkt aber- zumindest bei mir- auch keine Wunder.

In der nächsten Schicht kommt meine absolute Lieblings-Nagellackfarbe zum Einsatz: Essie – Go Ginza! Die Essie Formulierungen sind ja leider ein bisschen Hit&Miss, der hier ist aber ok. Davon trage ich meistens zwei Schichten auf und verzichte dann komplett auf einen Top Coat. Ich weiß, ich weiß…böses Mädchen. Aber ganz ehrlich: Beim wem trocknen bitte 4 Schichten Nagellack durch?? Bei mir nie! Auch nach Stunden schaffe ich es noch, mir Dellen im angeblich trockenen Nagellack zu verpassen…grrr. Daher gilt für mich die Regel: Immer maximal 3 Schichten. Wenn ein Nagellack also zwei Schichten braucht um deckend zu sein, gibt es halt keinen Überlack, basta.

Solltet ihr dennoch einen günstigen Top Coat testen wollen, finde ich den von essence (auf dem Bild) gar nicht so schlecht. Nicht wow, aber ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

DIY Maniküre Unterlack lackierenDIY Maniküre Unterlack fertigDIY Maniküre Essie Go GinzaDIY Maniküre fertig

Ein sinnvoller Schritt 10 wäre jetzt eine tolle, reichhaltige Handcreme, die ihr in eure Hände und Nägel einmassiert und in Ruhe einziehen lasst, allerdings gefällt mir zurzeit irgendwie keine. Habt ihr vielleicht eine Handcreme-Empfehlung aus dem Naturkosmetik-Bereich für mich? Am liebsten reichhaltig, aber schnell einziehend! 😀

DIY Maniküre für zu Hause

Das war’s auch schon mit meiner DIY Maniküre! Wenn ihr euch jetzt noch etwas Gutes tun möchtet, schaut mal in meinem Shop vorbei– dort gibt es ein DIY Body Butter Kit für euch (noch mehr Me-Time!!). 🙂

Schreibt mir gern eure Maniküre-Erfahrungen und -Tipps in die Kommentare, bombardiert mich mit euren Produktempfehlungen und gebt mir Feedback, falls ihr die DIYs selbst testet! Ich freu mich, von euch zu hören.

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Comments

  • Sarah

    Written on 29/06/2017

    Antworten

    Ich bin leider immer zu faul für mehr als Naggelack auftragen -_- Aber ich habe mir jetzt extra eine Glasnagelpfeile und einen Nagelhautschieber gekauft 🙂
    An Handcremes finde ich die von Rituals und BodyShop wirklich gut.

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