Weniger Müll produzieren? Diese 9 Tipps helfen euch dabei

Thermobecher statt Müll

Aus den zahlreichen Zielen, die ich mir für die verschiedenen Bereiche meines Lebens für 2018 gesteckt habe, sticht eines für mich besonders heraus: Nachhaltigkeit. Es ist nicht so, dass ich mir nie zuvor Gedanken darüber gemacht hätte, wie ich nachhaltiger leben könnte. Aber wie so oft mit Zielen, die man sich setzt, wird es erst dann ernst, wenn man sie verschriftlicht. Und das will ich hiermit tun. Dieser Blogpost ist also in erster Linie für mich. Solltet ihr euch auch in der ein oder anderen Gewohnheit wiederfinden und Lust haben, etwas daran zu ändern- umso besser! Und vielleicht hat die eine oder andere von euch ja auch schon mal darüber nachgedacht, wie sie ihr Leben etwas nachhaltiger gestalten und weniger Müll produzieren könnte oder hat sogar schon angefangen und kann jetzt mit mega Tipps um die Ecke kommen!

Mein Einstieg in ein nachhaltigeres Leben soll jedenfalls damit beginnen, weniger Müll zu produzieren. Ich habe im letzten Jahr bereits angefangen, etwas bewusster einzukaufen, aber ganz ehrlich: mein Haushalt produzierte nach wie vor unglaublich viel Müll! Daher wollte ich den Beginn dieses Jahres dafür nutzen, zu recherchieren, meine Gewohnheiten zu checken und Wege zu finden, Müll zu reduzieren. Et voilá, das sind meine ersten Erkenntnisse, Vorhaben und Tipps, die ich für mich festhalten und mit euch teilen möchte:

1. Bring your own…Kaffeebecher!

Thermobecher statt Müll

Ich hab bereits 2016 in zwei mega hübsche Thermobecher von Starbucks investiert (ästhetisch ansprechendere Gegenstände motivieren mich dann irgendwie doch), die ihr Geld absolut wert sind. Allerdings kam es trotzdem sehr häufig vor, dass ich keinen Becher dabei hatte (Becher dreckig, Becher vergessen, keine Ahnung wo Becher ist) und ich auf Wegwerf-Becher aus dem Coffeeshop zurückgegriffen habe.
Damit ist dieses Jahr Schluss: Kein Becher, kein Kaffee (to go). Und bisher klappt das mega gut! Added Bonus: Als konsequente Langsam-Trinkerin bleibt mein Kaffee länger warm und einige Coffeeshops geben sogar Rabatte, wenn man seinen eigenen Becher mitbringt. 

Falls ihr keinen Becher bei Starbucks kaufen möchtet: Jan habe ich diesen Kaffeebecher zu Weihnachten geschenkt und das Teil ist echt der Hammer! Hält lange warm, super dicht und der Verschlussmechanismus ist mega praktisch.

2. Meal Prep ohne Plastikmüll

Ich bin schon lange große Meal Prep-Verfechterin, daher ist das hier mehr ein Tipp für euch. Nicht nur ist es viel günstiger, sich selbst Essen vorzubereiten und mit zur Arbeit oder zur Uni zu nehmen, es produziert in den meisten Fällen auch weniger Müll. Wenn ihr jeden Tag in der Mensa oder in Restaurants esst, betrifft euch das vielleicht nicht, aber Liefer-Essen und Essen-to-Go bedeutet immer Müll und das meist nicht zu knapp. 
Ich plane mir meist am Sonntag 1-2h zum Schnippeln und Kochen ein und schaffe es in der Zeit, Essen für die ganze Woche vorzubereiten. Wenn man dabei ein bisschen kreativ ist, kann man sich jeden Tag auf leckeres Essen freuen, das womöglich sogar eine gesündere Alternative ist.

Kochbuch-Empfehlungen für tolle schnelle Rezepte: Madeleine Shaw’s Ready, Steady, Glow, Wendy Rowe’s Eat beautiful oder auch Hemsley und Hemsley: Natürlich gut essen. Habt ihr Kochbuch-Empfehlungen für mich? Dann schreibt sie mir gern in die Kommentare! 🙂

3. Obst&Gemüse unverpackt

Stoffbeutel statt Plastikverpackung

Das ist eigentlich ein No-Brainer, aber manchmal doch irgendwie schwieriger als gedacht: Obst und Gemüse unverpackt kaufen. Leider bieten die meisten Supermärkte Obst und Gemüse fast ausschließlich verpackt an. Eine gute Möglichkeit, an Unverpacktes zu kommen, sind Wochenmärkte und Bio-Supermärkte. Einfach einen Beutel mitnehmen und Obst und Gemüse einzeln und unverpackt kaufen, lasst euch auch keine kleinen Plastikbeutelchen andrehen! Das ist mir nämlich neulich passiert: Extra in der Markthalle alles einzeln und unverpackt gekauft nur damit mir am Ende alles in einem Platikbeutel in die Hand gedrückt wird #fail.

Aber selbst im Biomarkt ist Salat oft in Plastik verpackt- da hilft dann nur noch selber züchten! Ich empfehle die Ikea Hydroponic-Kits. Das ist leichter als man denkt und geht wirklich fix!

4. Brot ohne Müll

Wer möchte, kann natürlich Brot selber backen. Das ist oft nicht besonders aufwendig (je nachdem, was man haben möchte) und kommt im besten Fall ohne Plastikmüll. 🙂
Wer Brot und Brötchen aber doch lieber kaufen möchte, kann sich einfach an den Bäcker seines Vertrauens wenden und einen eigenen Stoffbeutel mitbringen, in den das Gebäck gepackt werden kann. Hier empfiehlt es sich, einen Beutel aus etwas dickerem Stoff zu wählen damit das Brot nicht zu schnell austrocknet.
Und wenn es doch mal dazukommt, dass das Brot austrocknet bevor ihr es aufessen konntet, einfach Paniermehl oder Croutons daraus machen! 🙂

5. Unverpackte Süßigkeiten

Natürlich könntet ihr euch auch eure Süßigkeiten selber machen und so komplett auf Verpackungsmüll verzichten, aber manchmal möchte man sich eben etwas gönnen, oder? Für diesen Fall bietet es sich an, mit einer Frischhaltedose bewaffnet, einen echten Chocolatier aufzusuchen (wie z.B. Läderach, Feinkostabteilungen in Kaufhäusern, etc.))! Die gibts es öfter als man denkt und dort bekommt ihr Pralinen, Schokolade und andere Leckereien oft frisch und- auf euren Wunsch- auch unverpackt. Ab in die Frischhaltedose und zu Hause genießen. Oder eben unterwegs, wenn’s dringend ist. 🙂

6. Edelstahlstrohhalme

Edelstahl Strohhalm für weniger Müll

Das betrifft vielleicht nicht viele von euch, aber ich trinke nun mal gern aus Strohhalmen. Smoothies und sämtliche Erfrischungsgetränke im Sommer (einschließlich Iced Latte, Iced Matcha und alle anderen Iced Sachen) trinke ich nur mit Strohhalm. Anstatt nun auf diese weirde Eigenart zugunsten der Müll-Reduktion zu verzichten, habe ich in diese Edelstahl-Strohhalme investiert. Die sind hygienisch, kommen mit Reinigungsbürstchen und machen mich very happy. 🙂

7. IMMER einen Beutel dabeihaben

Ihr wisst nicht, wie oft ich mich schon unglaublich über mich selbst geärgert habe, weil ich bei einem Spontan-Einkauf mal wieder keinen Einkaufsbeutel dabei hatte. Ich kaufe zwar auch dann keine Plastiktüten, aber auch jedes Mal eine Papiertüte zu kaufen ist ärgerlich und trotzdem Müll, wenn auch nicht aus Plastik. Von jetzt an wird das also gehandhabt wie mit dem Kaffeebecher: Kein Beutel, kein Einkauf. 

8. Waschbare Wattepads

Waschbare Wattepads

Hierfür war etwas Recherche-Arbeit nötig, aber es hat sich gelohnt! Ich habe einen tollen Bio-Flanell-Stoff gefunden und mir selbst Wattepads genäht. Die erste Testphase läuft super und ich kann es euch nur ans Herz legen, das auch mal zu testen! Dafür braucht ihr nicht zwingend eine Nähmaschine, es sei denn ihr benötigt 100 Stück und wollt nicht eure Hände für dieses Projekt opfern. Hierzu kommt NATÜRLICH bald ein Tutorial. 🙂

9. Cups statt Tampons

Ja ich bin eine Frau, ja ich habe eine Periode, ja es ist ein Tabu-Thema, aber wir sollten trotzdem darüber reden. Jetzt, da das aus dem Weg ist, können wir über Menstrual Cups sprechen. 🙂

Zugegebenermaßen habe ich eine Weile gebraucht, um mich an dieses Thema heranzuwagen. Nicht, dass ich ein riesen Tampon-Fan gewesen wäre- sie waren eher ein notwendiges Übel und immer noch angenehmer als Binden. Aber der Gedanke, einen Silikon-Cup zu verwenden, den ich regelmäßig ausleeren muss, hat mich, um ganz ehrlich zu sein, ziemlich angeekelt. Ich kann nicht wirklich gut mit dem Anblick von (oder dem Gedanken an) Blut umgehen, daher dachte ich, dass das definitiv nichts für mich ist.
Im Rahmen meiner Weniger-Müll-Recherche, bin ich aber immer wieder darauf gestoßen und habe mich gezwungen, mich mit dem Thema zu befassen. Letztendlich habe ich einfach den Amazon-Bestseller bestellt, würde euch aber ans Herz legen, diese Seite zu nutzen, um den richtigen Cup für euch zu finden und kein Ratespiel zu spielen, wie ich.

Tatsächlich funkionierte die Lunette bei mir aber von Anfang an super. Sie „passt“, ich spüre sie nicht und sie macht ihren Job! Nach dem ersten Einsatz war ich komplett sold und hab sie direkt meinen Freundinnen empfohlen.
Ich muss sie 2-3 Mal am Tag leeren (d.h. einmal morgens, optional einmal mittags und einmal abends) und das ganze Prozedere ist wider Erwarten NULL EKLIG. Ich war eher überrascht, wie wenig sich das Herausholen-Ausleeren-Wiedereinsetzen nach Massaker anfühlt.

Mal abgesehen davon, dass ihr keinen Tampon-Müll mehr produziert: Ladies, probiert das aus! Im Ernst, das ist so unkompliziert, so komfortabel, so günstig (ihr solltet sie alle 2 Jahre austauschen), dass ich nicht verstehe, warum ich so lange damit gewartet habe. Ganz zuschweigen davon, dass Tampons voll mit Chemie sind und sowohl Binden als auch Tampons ernsthaft eure Flora aus dem Gleichgewicht bringen können. Tut euch und eurer Periode etwas Gutes und holt euch einen Menstrual Cup.

 

So, das wars auch schon mit meinem ersten Post zum Thema Nachhaltigkeit! Jetzt seid ihr gefragt: Was sind eure Tipps und Meinungen zum Thema Weniger Müll? 🙂

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